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Ein Ereignis für Augen und Ohren: Der „etwas andere Frauenchor aus Korschenbroich“ begeistert mit seinem Sommerkonzert im Gemeindesaal.
Von Klaus Niehörster

Foto: JA Knappe, Joerg
KORSCHENBROICH Das war an dieser Stelle – offen gestanden – nicht zu erwarten: Soviel unaufgeregte Leichtigkeit und Stimmigkeit sowie profiliertes, beinahe professionelles, Engagement. All das bot das Sommerkonzert des 20-köpfigen Ensembles „Con Musica“, der zurecht titulierte „etwas andere Frauenchor aus Korschenbroich“.
Die Sängerinnen wurden unterstützt durch weitere Könner ihres Fachs wie Liliane Steidel an der Querflöte, die Ukrainer Liubov Maziar an der Geige und Serhiy Korovyatskyy am Cello. Vom Klavier aus leitete Chorleiter Lutz Schneider gekonnt dirigierend das Event. Durch das Geschehen lenkte Melanie Schönen mit ihrer überleitenden Converence.
„Von Jazz bis Herz“ lautete das griffige und im Konzertverlauf nachgewiesene Motto. „Wir freuen uns darauf“, sagte im Vorbeigehen eine Sängerin vor Beginn strahlend. Iris Jungbluth, erste Vorsitzende des Chors, stimmte zu, und Carmen Weber bekräftigte als zweite Vorsitzende: „Das geht ans Herz.“
Dafür sorgte der geschlossene Klang des Chors, der den wechselnd aufgelegten Noten große Prisen an Charme hinzufügte. Wenn es eines zusätzlichen Mottos bedurft hätte, dann wäre es das Eingangslied gewesen. „I feel pretty“ kam so überzeugend geschmettert herüber, dass es sogar die Ehre erhielt, die Zugabe herzugeben. Die Stücke waren prägnant und entführten in die große weite Welt des Musizierens.
Die beiden exzellenten Ukrainer spielten sogar I.S. Bach, dessen Kompositionen längst Zugang in sämtliche Spielarten gefunden haben und stets Glanzpunkte des Konzertierens liefern. So sehr waren die Zuhörer von einer Bach-Aria angetan, dass Maziar und Korovyatskyy eine Zugabe mitten im Konzert geben mussten: „Amelie“. Die erst 17-jährige Liliane Steidel beeindruckte mit ihrem virtuosen Solo-Spiel auf der Querflöte. Mit einem wahren Ohrwurm der Komponistin Cécile Chaminade bezauberte sie mit einem Concertino, dem ein Stück aus dem Film „Die Schöne und das Biest“ in nichts nachstand.
Wohlklang war angesagt beim frischen und sich im Laufe des frühen Abends immer mehr zu einem großen Erfolg steigernden Singen. Sie sangen sich frei, streuten eine freudige Atmosphäre unter das Publikum und mischten Bekanntes mit weniger Bekanntem, das schlagartig vertraut wurde. „I´ll never fall in love again“ durchkreuzte der Chor mehrfach und entließ das Publikum zum gemütlichen Beisammensein mit ihrer Zugabe „I feel pretty“. (RP/NGZ)
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Von
geistlichen Liedern bis zu Filmmelodien
Con Musica ist der
„Etwas andere Frauenchor aus Korschenbroich e.V.“
Gegründet wurde er
vor 30 Jahren.
Das Repertoire
reicht von den klassischen geistlichen Liedern bis zu Musical-
und Filmmelodien. Geprobt wird freitags um 18.00 Uhr in der
Alten Schule.
Neue Sängerinnen sind willkommen.